Bei Wahlen werden Politikerinnen und Politiker zur Verantwortung gezogen: Wenn Wählerinnen und Wähler mit der Politik der Regierung nicht (mehr) zufrieden sind, muss diese damit rechnen, nicht mehr gewählt zu werden.

Parteien, die in den Bundestag einziehen, aber die Bundesregierung nicht mitbilden, können dann die Opposition bilden (siehe Wie wird die Bundesregierung aufgestellt?). Auch die Opposition ist wichtig, da sie die Regierung kontrolliert.

Bei Wahlen haben auch neue Parteien eine Chance. Sie müssen nur genügend Unterstützung finden. Oft bringen sie neue Themen und Ideen in die Diskussion mit ein.

Der Bundestag wählt außerdem die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler, die oder der wiederum die anderen Mitglieder der Bundesregierung vorschlägt (siehe Was macht der Bundestag?). Mit Ihrer Stimme entscheiden Sie also mit, welche Partei oder Parteien die Bundesregierung bilden und damit über die Politik der nächsten vier Jahre bestimmen.

In der Politik wird heute schon über viele Themen von morgen entschieden. Die Ergebnisse der Bundestagswahl sind daher wichtig für die Zukunft. Sie werden die Lebensverhältnisse junger Menschen noch lange beeinflussen.

Parteienfinanzierung
Parteien müssen ihren Wahlkampf und ihre Arbeit zwischen den Wahlen finanzieren. Neben Mitgliedsbeiträgen und Spenden ist die staatliche Parteienfinanzierung eine wichtige Einnahmequelle. Wie viel Geld eine Partei vom Staat erhält, hängt insbesondere von den Stimmen, die sie bei der Wahl erhalten hat, ab. Deshalb unterstützen die Wählerinnen und Wähler eine Partei auch finanziell, wenn sie für diese stimmen.