Ergebnisse der Bundestagswahl 2017

Ergebnisse der Bundestagswahl 2017

Wahlergebnisse: einige Fakten
Am 24. September 2017 wurde der 19. Deutsche Bundestag gewählt. Hier sind die Ergebnisse nach den Zweitstimmen:

Eigene Darstellung nach Bundeswahlleiter 2017 ©Minor

Die prozentuale Sitzverteilung im Bundestag sieht dementsprechend folgendermaßen aus:
CDU – 200 Sitze
SPD – 153 Sitze
Die Linke – 69 Sitze
Bündnis 90/Die Grünen – 67 Sitze
CSU – 46 Sitze
FDP – 80 Sitze
AfD – 94 Sitze

Die Wahlbeteiligung war höher als bei der vorherigen Bundestagswahl und lag bei 76,2% (71,5% im Jahr 2013):

Eigene Darstellung nach Bundeswahlleiter 2017 ©Minor

Im Vergleich zu den Wahlergebnissen von 2013 haben die CDU und die SPD stark an Stimmen verloren. Die Linke und die Grünen schneiden etwas besser ab als bei der Bundestagswahl 2013. FDP und die AfD erleben einen großen Zuwachs. Bei den letzten Bundestagswahlen hatten sie die Fünf-Prozent Hürde nicht überwunden.

Wie zuverlässig waren die Prognosen?
Die Wahlergebnisse stellen keine große Überraschung dar: Die Prognosen hatten die Ergebnisse in der Tendenz recht gut vorausgesagt, wenngleich natürlich die endgültige Sitzverteilung der Parteien im Par-lament etwas von den Prognosen abweicht.

Hier kann man die Schwankungen in der Ansichten der deutschen Bürgerinnen und Bürger mitverfolgen. Die früheren Umfragen vom Institut für Demoskopie Allensbach im Juli 2017 haben folgende Tendenzen gezeigt:
CDU/CSU – 36%
SPD – 22%
FDP – 10,5%
AfD – 10%
Linke 9,5%
Grüne – 8,0%
Sonstige – 4,0%.

Die Umfragen von dem ZDF-Politbarometer in August lieferten etwas andere Ergebnisse:
CDU/CSU – 40%
SPD – 24%
Die Linke – 8%
Die Grünen – 8%
FDP – 8%
AfD – 8%
Andere – 4%.

Nach den repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL und stern zum 19.09.17 sollte die Sitzverteilung im Bundestag nach den Wahlen so aussehen:
CDU – 36,0 %
SPD – 23,0 %
Die Linke – 10,0%
Bündnis 90/Die Grünen – 8,0%
FDP – 9,0%
AfD – 9,0%
Sonstige – 5,0%

Mit Blick auf diese Prognosen wird deutlich, dass die Tendenzen in allen Umfragen klar zu erkennen sind – auch wenn sich die Werte um ein paar Prozentpunkte unterscheiden.
Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen warnte trotzdem, dass sich nur 61 Prozent der Wählerinnen und Wähler in der Woche vor der Wahl bereits für eine Partei entschieden haben. Dies ist einer der Faktoren, die erklären, warum die Endergebnisse von den Prognosen abweichen.

Was wird jetzt passieren?
Nach der Wahl stehen nun Sondierungsgespräche an. Im Gespräch ist die Möglichkeit der Bildung einer Jamaika-Koalition (CDU/CSU, Grüne und FDP), nachdem die SPD angekündigt hat, in die Opposition ge-hen zu wollen. Der Verhandlungsprozess wird aber nicht leicht sein, da es große Unterschiede in den Positionen der vier beteiligten Parteien gibt.
In den ersten Tagen nach der Wahl werden schon Fraktionsvorsitzende und parlamentarische Geschäfts-führerinnen und Geschäftsführer gewählt, sodass die Fraktionen arbeitsbereit sind. Bis 24. Oktober muss der neugewählte Bundestag nach Artikel 39 des Grundgesetzes zusammentreten. Die Wahl der Bundes-kanzlerin oder des Bundeskanzlers findet üblicherweise erst nach den Koalitionsverhandlungen statt. Die bisherige Regierung bleibt noch bis zur Wahl der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers und bis zur Ernennung der Bundesministerinnen und -minister im Amt.
Wenn die Gespräche zur Bildung der Jamaika-Koalition scheitern und die SPD aus der Opposition nicht rauskommen möchte, um die große Koalition zu bilden, müssen Neuwahlen stattfinden.

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